In Österreich hat sich das seit sechs Jahren bestehende Festival mittlerweile etabliert; international zog es mit einer Ausstellung im Austrian Cultural Forum in New York Ende 2009, einem Auftritt im Österreichpavillon der EXPO in Shanghai 2010 und zahlreichen Kooperationen mit Festivals in ganz Europa die Aufmerksamkeit auf sich. Der Name sound:frame steht für die Verbindung aus Musik und (bewegtem) Bild: Durch das Zusammenführen mehrerer Sparten hat das Festival, das neben der Audiovision auch künstlerische Genres wie Architektur, Design, Literatur oder klassische Musik in einem Programm vereint, an Bedeutung gewonnen. Die Ausstellung sound:frame 2012. «substructions» (12.29.4.2012) stellte die Bedingungen der audiovisuellen Produktion zur Diskussion. Eine weitere Zusammenarbeit 2013 ist geplant.
Das sound:frame Festival ist nicht nur Plattform und Labor für die vielfältigen Potenziale der Verbindung von Musik und Bild, sondern zugleich auch auch ,door opener zu Kreativsparten wie Film, künstlerisches Video, Neue Medien und bildende Kunst einschließlich der sogenannten Sound Art. Damit steht sound:frame wie kaum eine andere Initiative für die gelebte Verknüpfung kreativer Disziplinen. Das MAK wiederum ist als offenes und experimentelles Museum das geeignete Forum, neue Entwicklungen der angewandten Kunst auf der Höhe unserer Zeit sichtbar zu machen und mit dem Anspruch auf (Mit-)Gestaltung der Zukunft voranzutreiben. Es ist mir eine besondere Freude, dass mit dieser neuen Kooperation die noch immer junge Kunst der Visualisierung von Musik erstmals als Teilbereich der angewandten Kunst im MAK thematisiert wird.
Christoph Thun-Hohenstein, Direktor, MAK