PRODUZIEREN


Aussehen, Beschaffenheit und Gebrauchswert eines Produkts entscheiden sich im Prozess seiner Herstellung. Der erste Raum des MAK DESIGN LABOR widmet sich den Voraussetzungen und Wegen des Produzierens.

Das Themenfeld gliedert sich in drei Bereiche: industrielles, alternatives und künstlerisches Produzieren. Eine Dimension berührt alle drei Gebiete: das Handwerk als Ursprung und Grundlage allen Produzierens. Ein großer Teil der Objekte in den übrigen Räumen des MAK DESIGN LABOR sind Leistungen des Kunsthandwerks.

Heute kann industrielles Produzieren als Normalfall gelten. Mit der Industriellen Revolution setzte sich maschinelle Massenproduktion durch. Liegen beim Handwerk Entwurf wie auch Fertigung noch in einer Hand, so sind die beiden Aufgaben nun entkoppelt. Eine neue Sparte entsteht: das Industriedesign.

Der Bereich Produzieren: alternativ beschäftigt sich mit Gegenentwürfen zur Industrieproduktion. Ein erweiterter Designbegriff macht sich bemerkbar, der Vorstellungen von Wachstum und Massenproduktion in Frage stellt.

Die Suche nach Alternativen lässt DesignerInnen in die Nähe künstlerischer Strategien rücken. Fragen statt Antworten und Experimente mit offenem Ausgang sind Herangehensweisen der Kunst. Während das Design den Gebrauchswert nie gänzlich aus dem Blick verliert, suchen zeitgenössische KünstlerInnen Freiräume und entwickeln eigene Möglichkeiten, Produzieren als Thema in ihrer Arbeit aufzugreifen.


Singgih S. Kartono: MAGNO wooden radio CUBE, 2008
Produzieren: alternativ
Gerhard Heufler: Helikopterdrone CAMCOPTER® S-100, Hersteller: Schiebel Elektronische Geräte GmbH, Wien, Staatspreis Design 2005
Produzieren: industriell
Jenni Tischer: Small Blue with Woven Detail, 2012
Produzieren: künstlerisch
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Was ist Design für mich?
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