HOFFMANN GEOMETRISCH

Der Architekt und Designer Josef Hoffmann (1870–1956), Mitbegründer der Wiener Secession und der Wiener Werkstätte, ist eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Wiener Moderne (Wien um 1900).

Das Quadrat ist in Hoffmanns Werk ein Schlüssel für einen neuen Umgang mit Formen und Materialien. Ab 1898 zeichnet er auf quadratisch gerastertem Papier, was eine Disziplinierung seiner Entwürfe in Gang setzt. Ab 1901/02 wendet sich Hoffmann von geschwungenen Jugendstil-Formen ab und strenger Geometrie zu.

Entwicklungen in Großbritannien sind für Hoffmann von großer Bedeutung: Im Jahr 1900 zeigt die Wiener Secession Arbeiten von Charles Robert Ashbee, Charles Rennie Mackintosh und Margaret MacDonald Mackintosh. 1902 besucht Hoffmann Mackintosh in Glasgow. Strenge, Reinheit und Einfachheit kennzeichnen die dort gestalteten Möbel und Bauten.

Vom Papierkorb bis zum Hochhaus werden für Hoffmann geometrische Grundformen zu einer Art Markenzeichen, auch wenn sein Kollege Koloman Moser die ersten Gitterobjekte für die Wiener Werkstätte gestaltet hat. Hoffmanns Entwürfe zeichnen sich besonders durch die Betonung der Fläche aus, was er durch den Einsatz von Leisten und Rahmungen erreicht.

Wegmarken in Hoffmanns frühem Schaffen sind das Sanatorium Westend in Purkersdorf (1904) und das Palais Stoclet in Brüssel (1905–1911).

Hoffmann Geometrisch, MAK DESIGN LABOR, Mai 2014 – Jänner 2015
Josef Hoffmann: Ovale Deckelterrine (Teil eines Services), Schlackenwerth (Ostrov nad Ohří, CZ), 1910
Einblicke
:
Was ist Luxus?
1394792616650
false

MAK DESIGN LABOR

Themeninsel Hoffmann Geometrisch

1394792616650
false