| MÖBEL ALS TROPHÄE |
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Das Gebiet der Zoologie liefert dem Kunstgewerbe seit jeher eine Menge von Verlegenheitsmaterial. In erster Reihe sind da die zahllosen Geweihe und Gehörne zu nennen, die nicht nur alle Jagdschlößchen und sonstigen Behausungen sämtlicher Jagdliebhaber vollfüllen, sondern auch schon in Wohnungen von Menschen angetroffen werden, die mit einer Flinte nie etwas zu tun hatten, sondern höchstens einen Rehbraten zu würdigen wissen. |
innovativen Möbelentwürfe zu verwenden: So konzipierte der Schweizer Architekt Le Corbusier 1928 zusammen mit Charlotte Perriand und Pierre Jeanneret eine Reihe von luxuriösen, mit Ponyfell überzogenen „Erholungsmaschinen“, die der Entspannung dienen sollten. Ein außergewöhnliches Einzelstück ist die berühmte Chaiselongue der drei Entwerfer aus dem ehemaligen Besitz des Maharadschas von Indore: Sie ist mit dem Fell eines Leoparden ausgestattet das technisch-rationalistische Gestell der Liege wurde hier mit dem Inbegriff des Wilden und Exotischen kontrastiert. Bis heute werden verschiedene Tierfelle auf vergleichbare Weise immer wieder dazu verwendet, spezielle Sitzmöbel und selbst die Massenware Sessel zu veredeln und mit einem Hauch von Luxus, Exotik und Erotik zu versehen. |
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| Möbel als Trophäe, Ausstellungsansicht; Lusterweibchen aus dem Rathaus von Eger, 16. Jahrhundert. Hirschgeweih, vergoldetes und gefasstes Holz, Eisen; Josef Danhauser: Entwurf für ein Hirschgeweihmöbeln, um 1830. Bleistift, Tusche, laviert |
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| Phänomen tierischer Materialien im Bereich des Möbeldesigns widmet. Die grotesken Möbelstücke aus Geweih und Gehörn werden dabei mit „Klassikern“ des modernen Wohndesigns konfrontiert, die mit Tierfell bezogen sind. Als Möbelüberwürfe, Bettvorleger, Teppiche oder Wandbespannungen hatten sich die Felle von Bären und Raubkatzen, Zebras und anderem Großwild seit Beginn des 20. Jahrhunderts schon in den neuen Innenräumen der Moderne bewährt; in den 1920er Jahren begannen die Architekten der Moderne, sie auch als Bezüge ihrer |
Dauer der Ausstellung: 27. Mai1. November 2009 MAK-Studiensammlung Möbel Kurator: Sebastian Hackenschmidt MAK-Kustode Möbel und Holzarbeiten Ausstellungsorganisation: Sabrina Handler |
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| Besonderer Dank an die Leihgeber: Uwe van Afferden, Alte Dekorationen (München), Bundesmobilienverwaltung / Hofmobiliendepot Möbelmuseum Wien, Micha Brendel, Design Tradition (Wien), Deutsches Jagd- und Fischereimuseum München, Klaus Engelhorn, Museo di Storia Naturale Musei Civici di Venezia, Die Neue Sammlung München, OPHIUCHUS SA (Geneva), Helmut Palla, Francesca Gräfin Pilati, Jerszy Seymour, Wohndesign Salzburg, Günther Weissel sowie Mark Armstrong, Babylon (Wien), Mauro Bon, Maximilian Fritz, Petra Hölscher, Sotheby’s (Monaco), Michael Turkiewicz, Ingrid Weinberger [zurück] |
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