| JULIAN OPIE. Recent Works |
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In drei großen Themenblöcken „Porträts“, „Akte“ und „Landschaftsdarstellungen“ versammelt die MAK-Schau jüngste, zum Teil erstmals präsentierteWerke Julian Opies, der seit über zwei Jahrzehnten zu den bedeutendenVertretern der britischen Gegenwartskunst zählt. In seiner unverkennbaren Bildsprache verwandelt er Figuren, Landschaften und Architekturen in einfach lesbare Typologien und reduziert individuelle Gesichtszüge und Charaktere auf universale, piktogrammartige Zeichen. Opies künstlerische Intention, das Bild von seinem Träger zu lösen und als Wandmalerei, Skulptur, Leuchtkasten, Videofilm, Vinylbild oder C-Print entstehen zulassen, manifestiert sich in seiner Arbeit durch das Experiment mit verschiedenen, auch nicht-künstlerischen Medien und im Ausloten neuer technischer Möglichkeiten. |
Der dritte Themenblock umfasst eine Serie von japanischen Landschaften, die ab 2005 entstanden und von Julian Opies Reisen durch Japan geprägt sind. In ihnen ist die langjährige Auseinandersetzung des Künstlers mit Hiroshige, Utamaro u.a., den Meistern des Ukiyo-e, der „Bilder der fließenden Welt“, zu erkennen. Am Ende des Arbeitsprozesses sie wurden mittels Computer generiert und überarbeitet stehen bewegte Bilder: Mückenschwärme fliegen kaum erkennbar durch die Landschaft, Flugzeuge durch den nächtlichen Himmel. Die Landschaftsbilder sind zudem mit Sound unterlegt, einerseits mit Musik, die eigens für die Werke komponiert wurde, andererseits mit realen Geräuschen, die mit der im Bild dargestellten Bewegung korrespondieren. |
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MAK-Ausstellungsansichten JULIAN OPIE. Recent Works, 11.06.21.09.2008 |
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| Einen zentralen Teil der Ausstellung nehmen Julian Opies Porträtserien ausden Jahren 2007 und 2008 ein, die seine intensive Auseinandersetzung mit der englischen und niederländischen bzw. flämischen Porträtmalerei des 17. und 18. Jahrhunderts erkennen lassen. Die historischen Kostüme und selbstbewussten Posen dieser Epoche transponiert der Künstler mittels moderner Techniken in eine zeitgenössische Bildsprache. Seine Aktdarstellungen präsentieren sich in der Gegenüberstellung mit den Porträts drastisch reduziert mit einer einfachen Linie für Torso und Hüften, einem Kreis für den Kopf, zwei gekrümmten Linien für die Brüste und beschäftigen sich vor allem mit Bewegungsabläufen. |
Beim Zeichnen sah ich, wie jedes Bild eine Reihe von Verwandlungen durchlief. Also stellte ich eine Sequenz von einfachen Linienporträts her und legte die Zeichnungen übereinander, um das Bild zu beleben und verschiedene Veränderungen durchlaufen zu lassen. Es war nur das Porträt eines Kopfes, aber ich machte es dadurch zu einer Momentaufnahme vieler Stile; zuerst also war es scharfkantig und spitz, wie ein futuristisches Porträt, dann wurde es weich und klassisch, und dann wieder gebrochen und kubistisch. Es war, als hätte man eine Reihe von Linsen über ein und dasselbe Gesicht gelegt, und diese Linsen waren Stile der Kunstgeschichte. Julian Opie Ausstellung: Julian Opie, Peter Noever Kuratorin: Bettina M. Busse Technische Koordination: Harald Trapp, Philipp Krummel, Christoph Falkner Ausstellungsorganisation: Sabrina Handler Dauer der Ausstellung: 11.06.21.09.2008 |
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