| Anlässlich der VIENNA ART WEEK 2010 STANDARD Art Talk im MAK Gefechtsturm Soll Kunst in den Bunker? Montag, 15. November 2010, 19.30 Uhr MAK-Gegenwartskunstdepot Gefechtsturm Arenbergpark Dannebergplatz/Barmherzigengasse, Wien 3 |
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Podiumsdiskussion Peter Noever Direktor, MAK Wien Gennaro Postiglione – Professor am Politecnico di Milano James Turrell Künstler, Flagstaff/New York Valentin E. Wille – Architekt und Autor, Wien Erwin Wurm Künstler, Wien Moderatorin: Alexandra Föderl-Schmid Chefredakteurin, DER STANDARD Video-Dokumentation der Podiumsdiskussion: |
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(+) Zum Vergrößern auf das jeweilige Foto klicken Zu Beginn der VIENNA ART WEEK soll in einer Podiumsdiskussion das Spannungsfeld zwischen Kultur und Ökonomie untersucht und darüber diskutiert werden, wo Wien im internationalen Kulturbetrieb steht, ob weitere Ausstellungsflächen notwendig sind und welchen Stellenwert das Sammeln von Kunst in Zeiten der Krise hat. Zeitgenössische Kunst braucht neue Formen der Präsentation. Darin sind sich Christian Boros, privater Kunstsammler und Gründer des Museums "Bunker Berlin", James Turrell, bedeutender amerikanischer Künstler, Erwin Wurm, international renommierter österreichischer Künstler, und Peter Noever, Direktor des MAK Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst, Wien, grundsätzlich einig. Mit Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin der Tageszeitung DER STANDARD, diskutieren sie über die komplexen Anforderungen zeitgenössischer künstlerischer Produktion und ihrer Rezeption sowie die bewusste Einbeziehung von Künstlern in diese Strategie. |
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Bunker Berlin Mit bürokratischen Fallstricken musste sich Christian Boros, Gründer und Leiter einer Werbeagentur und bedeutender Kunstsammler, herumschlagen, bis das Projekt "Bunker Berlin" in Berlin-Mitte als Privatmuseum und Sammlung zeitgenössischer Kunst 2008 eröffnen konnte. Die Werke namhafter internationaler Künstler aus der Sammlung Boros werden dort in wechselnden, von den Künstlern zum Teil selbst vor Ort konzipierten Präsentationen gezeigt. CAT Contemporary Art Tower Das von Peter Noever, Sepp Müller und Michael Embacher entwickelte Projekt CAT Contemporary Art Tower formuliert eine radikal neue programmatische Strategie. Ihre Intention ist es, den Gefechtsturm Arenbergpark zu einem lebendigen internationalen Zentrum für zeitgenössische Kunst zu machen. Auf einer Gesamtfläche von 12.900 Quadratmetern entsteht so eine Sammlung des 21. Jahrhunderts, die der drohenden Sammlungslücke im Bereich zeitgenössischer Kunst effektiv entgegenwirkt. Ausgewählte Künstler werden eingeladen, als Artists-in-Residence unter Bezugnahme auf den historischen Kontext des Gebäudes zu arbeiten. Damit erhält der urbane "Fremdkörper", der Flakturm, neue Bedeutung und wird in das Stadtleben eingegliedert, ohne seine Funktion als Mahnmal zu verlieren. |
James Turrell und CAT Seit den 1960er Jahren arbeitet James Turrell mit Licht als künstlerischem Medium, wobei er die Betrachtung und Wahrnehmung von Licht als materielle Qualität und Möglichkeit zur Erzeugung von Realität begreift. Für das Projekt CAT entwickelte er die künstlerische Intervention "Skylight", welche die architektonische Struktur des Gebäudes dauerhaft verändern wird. Für eine der vier Plattformen des Flakturms sieht er einen »Skyspace« vor, in dem die Besucher den Raum zwischen Himmel und Erde als materialisiertes Farbfeld wahrnehmen und die sonst nicht fassbare Entfernung als überwunden empfinden können. Neue Denkräume erschließen auch Turrells Skyspace »The other Horizon« (1998), der seit 2004 im Garten der MAK-Expositur Geymüllerschlössel zu sehen ist, und die permanente Installation "MAKlite" an der Außenfassade des MAK am Stubenring (ebenfalls seit 2004). Erwin Wurm und CAT Erwin Wurm ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler; mit dem MAK verbindet ihn eine lange gemeinsame Geschichte. Sie reicht bis ins Jahr 1996 zurück, als in der MAK-Säulenhalle seine Installation "12 Mülleimer & 1 Video" gezeigt wurde. Seit 2003 besitzt das MAK Erwin Wurms Skulptur "Fat Car". Jüngst konnte mit der Donation der mobilen Skulptur "Geste Mobil" die MAK-Sammlung Gegenwartskunst um ein weiteres wichtiges Objekt ergänzt werden. |
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