KUNST STATT KOMPROMISS
Jahrespressekonferenz
mit Peter Noever,
1. Februar 2011

Das Museum, wie es das MAK begreift, trägt nicht bloß Verantwortung für die Vergangenheit, sondern Mitverantwortung für die Zukunft: Kompromisslos der Kunst verpflichtet, besteht die Aufgabe darin, der Kunst ihre Existenz, ihren Raum zum Atmen zu sichern.

Auszüge aus dem Jahresbericht:
KUNST STATT KOMPROMISS
Peter Noever
Unbeirrbar muss man das hundertmal Gesagte sagen, da es gerade in Zeiten einer Gesellschaft im Rückwärtsgang droht, im entscheidenden Moment . [...]

FRÜHLING, SOMMER, HERBST UND KUNST
Markus Neuwirth Professor am Institut für Kunstgeschichte,
Universität Innsbruck

"Frühling, Sommer, Herbst und Kunst": Der Titel eines Kunstwerks von Ernst Caramelle kam mir in den Sinn, als ich um einen Gastkommentar zur gegenwärtigen Museumssituation gebeten wurde. Die Banalität eines Jahresablaufs benötigt einen Keil, [...]



KONKRETE UTOPIE
Lust auf mehr Kunstsinn
Jahrespressekonferenz mit Peter Noever,
2. Februar 2010

Peter Noever
Ob in Kunst, Architektur oder Design - denken heißt überschreiten. Um sich zu verwirklichen, muss auch das Museum seine bestehende Form aufheben; um nicht Gefahr zu laufen, als irrelevantes Antiquarium, als Mausoleum seiner Möglichkeiten zu enden, muss es seinen Status quo (das erarbeitete Wissen über die Sammlungen, die Strategie des Sammelns usw.) radikal hinterfragen. [...]

[Video]

MAK-Gegenwartskunstdepot Gefechtsturm Arenbergpark
Dannebergplatz / Barmherzigengasse, Wien 3



GNADENLOS. VISIONÄR.
Neue Kunsträume
Jahrespressekonferenz mit Peter Noever,
3. Februar 2009

Kunst erfindet sich ständig neu und denkt in Unmöglichkeiten. Ihre Vision ist gnadenlos, ihr Horizont grenzenlos, Peter Noever in "Gnadenlos. Visonär. Neue Kunst–Räume"

Auszüge aus dem Jahrespressebericht:
Gnadenlos. Visionär.
Neue Kunst–Räume
Kunst stört. oft verstört sie auch. Sie darf nur eines nicht sein: gefällig und kompromissbereit. Kunst ist immer Experiment mit offenem Ausgang. Kunst verrückt die Wahrnehmung – und rückt sie damit zurecht. Kunst ist Sand und zugleich [...]

MAK über Wien
Auf der Basis einer Feasibility-Study plant das MAK umfassende strukturelle und bauliche Maßnahmen
Mit einer umfassenden inhaltlichen, baulichen und strukturellen Neuausrichtung wurde vor nahezu 20 Jahren die unverwechselbare Identität des MAK geprägt und seine Neudefinition eingeleitet. Basierend auf der Raumnutzungsstudie „Bestand und Neuordnung“ wurde das MAK einer Generalsanierung unterzogen [...]



Offener Brief zur
Verteidigung der Kunst
Agnes Husslein, Edelbert Köb, Peter Noever, Klaus Albrecht Schröder
Offener Brief zur Verteidigung der Kunst,
Inserat Die Presse, Samstag, 22. November 2008

Museumsdirektoren fordern mehr politisches Gewicht für
die Gegenwartskunst. [...]




[...]

Peter Noever
no risk, no art. / Wien, 28. September 2008


UNRUHE BEWAHREN
Museumsarbeit aus Lust an der Gegenwart
Jahrespressekonferenz mit Peter Noever,
14. Februar 2008

Peter Noever
"Unruhe ist der Motor der Kunst, Ruhestörung ihre unverzichtbare Aufgabe". Auszug aus der Publikation zum Jahrespresseempfang [...]

Gastvortrag
Beat Wyss Ordinarius für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe
"Zur Lage der Kunst Heute"
Alle wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Problemstellungen der Gegenwart lassen sich in einer Frage zusammenfassen: Wie ist maximaler Profit unter Umgehung von Arbeit möglich?


Peter Noever zur Lage der Kunst: "Trotzdem!"
Die Presse/Spectrum, 11.08.2007

Sommers fragt man üblicherweise: Was gibt es Neues in der Kunst? In diesem Jahr lautet das Fazit: Nichts. Ob in Kassel, Venedig, Münster oder Basel, das Barometer der Kunst steht – was Positionen, Kuratierungen und Trends anlangt – tendenziell auf Konservatismus. Zukunftsweisende Perspektiven? Fehlanzeige. [...]


Offener Brief an Stadtrat Rudolf Schicker: Wider die Gestaltungspolitik der Stadt Wien!

Gerald Bast und Peter Noever protestieren in einem offenen Schreiben gegen den inakzeptablen Umgang mit Projekten aus Kunst, Architektur und Design.

Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, und Peter Noever, kritisieren vehement den inakzeptablen Umgang der Stadt Wien mit Kunstprojekten für den öffentlichen Raum und mit deren engagierten Initiatoren. Hinter der Zustimmung durch Stadtrat Rudolf Schicker, so fordern sie, muss in Zukunft eine realistische Absicht stehen. Bast und Noever protestieren gegen die sinnlose Zermürbungstaktik der Stadtverwaltung und fordern im Offenen Brief „Wien ist die Geschmacksdiktatur der Bürokraten!“ den politischen Willen zur Transparenz bei der Förderung von Kunstinitiativen. [...]


AGENDA KUNST 2010
Zukunftswerkstatt MAK:
Die Gestaltung der Zukunft beginnt jetzt.

Jahrespressekonferenz mit Peter Noever
1. Februar 2007

Auszug aus der Publikation zum Jahrespressegespräch
Österreich könnte Mut zum Experiment demonstrieren.
Die „Krise der Kunst“ ist seit längerem offenkundig: Eingekeilt zwischen Politik und Wirtschaft, tun Szenarien einer besseren Zukunft der Kunst dringend not. Die „AGENDA KUNST 2010“ formuliert, unter Einbeziehung von Texten visionärer Vordenker aus den Bereichen Philosophie, Zukunftsforschung, Kunst, Architektur und Design, neue Perspektiven. [...]


    GegenwartsKUNST IN DIE REGIERUNG
Gerald Bast und Peter Noever starten Kunstoffensive

„Was wir fordern ist nicht nur das einzig Realistische. Unsere Forderungen bringen einen Schuss Normalität für die Kunst!“: Mit diesem Appell unterstrich Peter Noever, Direktor MAK, bei der AKTIONSNACHT am 21. September 2006, im MAK-Garten, einmal mehr die Notwendigkeit einer Kurskorrektur in der österreichischen Kunstpolitik. [...]

Aktionsnacht im MAK-Garten
21. September 2006

    KUNSTSTÜCK
Von der Kunst, Kunst sein zu lassen

20 Jahre Peter Noever

Jahrespressegespräch
1. Februar 2006

Auszug aus der Publikation zum Jahrespressegespräch
Der Ruf des Ortes
Die Sehnsucht nach Kunst.
Eingangs zwei Künstler, die gerade heute im Zentrum des Interesses und von immer weiderkehrenden glanzvollen Feierlichkeiten stehen. In beiden Fällen handelt es sich um ungeschminkte Berichte der Wirklichkeit, Einblicke in den Zustand ihrer nackten Extistenz. [...]

DIE ZEIT 1. Februar 2006, Nr. 6
Ästhetik der Verwirrung
Seit 20 Jahren arbeitet Peter Noever auf der Kunstbaustelle MAK 
Von Joachim Riedl [...]


     ... und die Kunst?
Vision kontra Stagnation

Peter Noever

Auszug aus der Publikation zum Jahrespressegespräch,
1. Februar 2005

… und die Kunst?
Kunst schafft kulturelle Identität, entwickelt kulturelle Vielfalt und ist damit elementarer Bestandteil der modernen Gesellschaft. Kunst fungiert als Sprachrohr für revolutionäre Ideen, macht gesellschaftliche Irrtümer transparent, Visionen [...]

    Ungehörig.
Kunst.Werk.Gesamt.

Peter Noever
18 Jahre Museumsarbeit

Auszug aus der Publikation zum Jahrespressegespräch,
3. Februar 2004

Ungehörig.
Von der Anwendung der Kunst und der Liebe zu den Künstlern.
Die Rede davon, etwas befinde sich gegenwärtig in einer Krise, ist im Grunde eine Tautologie: Die Gegenwart ist die Krise; sich in einer Krise zu befinden, bedeutet gegenwärtig zu sein. [...]


FLUCHTPUNKT MUSEUM
Experiment und Tradition
Peter Noever
17 Jahre Museumsarbeit


"Fluchtpunkt Museum": damit ist aber auch gemeint, sobald man ein Museum betritt ist man gerettet vor dem Lärm der Gegenwart!
Dem, also dem RAUM, der räumlichen Qualität, fühlt sich das MAK besonders verpflichtet.

Peter Noever
Feb. 2003



Presseartikel
[Der Standard] [Der Tagesspiegel]


ES IST ZEIT, POSITION ZU BEZIEHEN!
MAK INJECTS INSTABILITY.


Die Fronten verhärten sich: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Wer hat, dem soll gegeben werden, wer nichts hat, der soll verlieren. Diese tödlichen Sicherheiten sind barbarisch und unbrauchbar. Kultur ist Offenheit für das Mögliche. Kunst ist die Öffnung.

Das MAK sichert das Bestehen der Unsicherheit.
Räume der Unsicherheit sind wesentliche Beiträge zu Kunst und Kultur. Sie sind heute mehr denn je von besonderer Bedeutung. Wir im MAK wollen diese "kompromisslosen Räume" durch das Aufbrechen der Panzerungen und das Transparentmachen der Umhüllungen sicht- und erlebbar machen. Das MAK versteht sich als ein Laboratorium künstlerischer und kultureller Produktion, als Forschungsstätte gesellschaftlicher Erkenntnis.
Eine aktive Auseinandersetzung mit der und die Beteiligung an der Produktion zeitgenössischer Kunst kann nur auf Basis verbindlich vermittelter Traditionen stattfinden. Das MAK leistet diese Aufgabe durch Aufbau, Ausbau, Pflege und wissenschaftliche Aufarbeitung herausragender Sammlungen angewandter und zeitgenössischer Kunst.
Das MAK schafft einen Zugang zum Möglichen.
Das MAK ist eine zentrale Schnittstelle globaler Kommunikation. Mit seinen vielseitigen, jeweils auf die gestellte Aufgabeabgestimmten internationalen Kooperationen, vernetzt es das Konkrete mit dem Universellen. Zu den aktuellen Kooperationspartnern gehören das Shusev State Museum of Architecture (MUAR) in Moskau, die Neue Galerie New York, die Berliner Festspiele und die Arthur W. Sackler Gallery, Washington, sowie das MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles mit dem MAK-Schindler-Stipendiatenprogramm.
Gemeinsam mit bedeutenden Künstlern, Literaten, Philosophen, Musikern, Forschern, Wissenschaftlern, Handwerkern, Designern und Modeschöpfern erkundet das MAK laufend die Möglichkeiten jenseits des Status Quo. Wir erforschen Formen menschlicher Wahrnehmung und die Weiterentwicklung des Diskurses über sie. Das ist die Einlösung des Anspruchs auf vorbehaltloses Verständnis für die Wirklichkeit. Nur so kann das MAK sein, was von ihm gefordert wird: ein Ort der Befreiung.
Das MAK bringt Bewegung ins Spiel der Kräfte.
Soll das Museum weiterhin als Ort der Vermittlung zwischen Kunst und Publikum bereitstehen, so darf es nicht nur ein Ort der Dinge sein. Es muss zu einem Ort werden, an dem das entsteht, in dem wir uns und unsere Möglichkeiten reflektieren und erkennen können. Das MAK arbeitet mit Künstlern, den MAK NITES, der MAK AKADEMIE sowie Ausstellungen, Symposien und Lectures aktiv daran, die elementaren Eigenschaften der Kunst zu erhalten bzw. wieder zurückzugewinnen. Insbesondere dort, wo sie mit Blick auf den gegenwärtig herrschenden, in seinen Ausprägungen geradezu barbarischen Kulturbetrieb, verloren zu gehen scheinen. Das MAK vertritt die Kräfte der Offenheit, das Prozesshafte und die Freiheit zum Experiment.

Peter Noever

Der Position ihren Ort. Dem Ort seine Dynamik.
Das MAK reagiert auf die geänderten Rahmenbedingungen der kulturellen Praxis und setzt seinerseits klar erkennbare Meilensteine in der eigenen Weiterentwicklung. Auf das Museum als Ort wie auch als Gedankengebäude warten neue Aufgaben. Das sind die aktuellsten Projekte und Entwicklungen im und um das MAK:

Mit der Realisierung des CAT-Projekts durch Umwandlung des Gefechtsturms im Arenbergpark in Wien entsteht das Zentrum für zeitgenössische Kunst.
Die Lichtinstallation von James Turrell für die Fassade des Gebäudekomplexes an der Ringstraße und die Neugestaltung des MAK Design Shop durch Vito Acconci stellen mit neuen Akzenten in Profil und Auftritt einen Beitrag zur Neudefinition des Ortes dar.
Die Weiterführung der Arbeit an der Entwicklung zukunftsweisender Strategien der Museumspraxis schafft die Bedingungen für das effiziente Funktionieren des Museums als notwendiger Projektionsfläche für das Selbstverständnis der Künstler.
Die Neueinführung des freien Eintritts an Samstagen sichert tatsächlich allen Interessierten den ungehinderten Zugriff auf den jeweils neuesten Stand der im MAK konzentrierten gesellschaftlichen Erfahrungen.

Feb. 2002



als Plakat im [JPG Format]



Kultur ohne Kunst
weniger Experiment
keine Avantgarde
das zeitgenössische Element geopfert
das Kunststück vollbracht: nie wieder Kunststücke!
dagegen protestieren wir.

Gerald Bast, Rektor, Universität für angewandte Kunst
Peter Noever

Juni 2002


als Plakat im [JPG Format]