:

2x 100 Beste Plakate im MAK

Mi, 30.11.2011–So, 15.01.2012

Vor genau 101 Jahren brachte Ernst Growald, Leiter der Kunstanstalt Hollerbaum & Schmidt in Berlin, eine der Maximen im Gestaltungsprozess eines guten Plakats wie folgt auf den Punkt: „Erzähle auf den Plakaten keinen Roman, denn niemand will sich auf der Straße kalte Füße holen.“ Auch heuer überraschen die Ergebnisse des Wettbewerbs 100 Beste Plakate 10. Deutschland Österreich Schweiz mit schrillen, witzigen und geistreich illustrativen Beispielen. Der Wettbewerb gilt als wichtiger Indikator und Gradmesser aktuellen Plakatdesigns in der Region der D-A-CH-Länder.

Von den diesjährigen 100 Preisträger-Plakaten und -Plakatserien stammen 53 aus Deutschland, 45 aus der Schweiz und zwei aus Österreich.

Das luftige Ausstellungsdesign wurde dieses Jahr von L2M3 Kommunikations design in Zusammenarbeit mit büro münzing designer+architekten bda konzipiert.

100 BESTE PLAKATE INTERNATIONAL AUS DER MAK-SAMMLUNG
Die Schau wird dieses Jahr von einem historischen Rückblick auf die 110-jährige Geschichte der Plakat sammlung des MAK begleitet, wobei ein wichtiger Aspekt der internationalen Designgeschichte von 1890 bis 2010 widergespiegelt wird. Den Grundstock der Sammlung bilden 48 auf der Pariser Weltausstellung 1900 erworbene belgische, französische und italien i - sche Plakate. In Folge waren sie Initialzündung und Richtschnur zugleich, denn ab diesem Zeitpunkt wurde der Sammlungsschwerpunkt konsequent um internationale Meisterwerke der Plakatkunst erweitert.
Die Ausstellung repräsentiert die Stärken und Ausgewogenheit der Sammlung; sie dokumentiert die Entwicklung vom l’art pour l’art verpflichteten Künstlerplakat der Belle Époque und des Art déco über die innovativen Ideen der „Gebrauchsgrafiker“ der 1920er bis 1930er Jahre hin zum Berufsbild der Grafikdesigner von heute. Der Bogen umfasst auch Plakate des deutschen politischen Expressionismus der Novembergruppe und Beispiele des russischen Konstruktivismus. Plakate des Deutschen Werkbunds, die durch experimentelle Montagen von Typografie und Foto - grafie einen wichtigen Beitrag zum Thema Fotoplakat liefern, bilden mit Beispielen von Willi Baumeister oder Karl Straub einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung.

Kurator Peter Klinger,
MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung
 
Katalog "100 Beste Plakate 10. Deutschland Österreich Schweiz / 
100 Best Posters 10. Germany Austria Switzerland."

Mit Beiträgen von Elvira Barriga, Erich Brechbühl, Stephan Bundi, Peter Klinger, Claude Kuhn, 2xGoldstein und Oliver Sachsse. Deutsch/Englisch, 217 S., Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2011,
€ 34.80. 

[www.100-beste-plakate.de]

Der aktuelle wissenschaftliche Fokus der MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung liegt auf der Systematisierung, Aufarbeitung und Online-Veröffentlichung der gesamten im MAK befindlichen Objekte der Gebrauchsgrafik. Ermöglicht wird dieses Projekt durch die großzügige Unterstützung des „Legats Joseph und Carla Binder“.
 

 

Presseinformation (DOC, 0.06 MB)

 

 

Random

Veranstaltung

:
Performance

Cevdet Erek

Di, 12.02.2013, 20:00 Uhr

MAK-Ausstellungshalle

mehr »

Videochannel

:

Nippon Chinbotsu

Japan sinkt. Ein Manga / Eröffnung
Mi, 16.01.2013–So, 21.04.2013
mehr »
 

Random

:

Rudolph M. Schindler

Der 1914 in die USA emigrierte Utopist und experimentelle Wiener Architekt wurde richtungweisend für eine moderne Architekturauffassung in Kalifornien. Neben seinem eigenen 1921/22 erbauten Wohn- und Studiohaus in der North Kings Road, West Hollywood, plante und baute er vor allem Privathäuser wie die Mackey Apartments und das Fitzpatrick-Leland House.
mehr »
:

MAK-Schausammlung

Das MAK verfügt über eine einzigartige Sammlung von angewandter und zeitgenössischer Kunst.

mehr »
:

Schausammlung Renaissance Barock Rokoko

Künstlerische Intervention: Franz Graf

Die Zusammenstellung von kostbaren Gläser und wertvollen textilen Spitzen in der MAK-Schausammlung Renaissance Barock Rokoko folgt nicht nur kunsthistorischen Gesichtspunkten, sondern setzt diese delikaten Materialien auch in einen visuell-sinnlichen Dialog, der ihre ästhetische Wirkung besonders deutlich zum Vorschein kommen lässt.

mehr »
:

MAK/ZINE #2/2012

Die dritte Ausgabe von MAK/ZINE erscheint zur Neuaufstellung der Schausäle Wien 1900. WIEN 1900. Wiener Kunstgewerbe 1890-1938
mehr »