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Ausstellung150 Jahre MAK

HOLLEIN

Mi, 25.06.2014–So, 05.10.2014

MAK-Ausstellungshalle

Internationaler Stararchitekt, einziger österreichischer Pritzker-Preisträger, Designer, Künstler, Kurator, Ausstellungsmacher, Theoretiker, Lehrender, Städteplaner, Medienvisionär, Kulturanthropologe: Als Gestalter im umfassendsten Sinn hat Hans Hollein dem Begriff „Architektur“ eine neue Dimension verliehen und mit seiner bis heute aktuellen Analyse der „vom Menschen gestalteten Welt“ ein wegweisendes Statement zu einer grundlegenden Frage gesetzt: „Was ist Design?“.

Die MAK-Ausstellung HOLLEIN taucht in sein reiches Universum ein und unternimmt anhand von großteils noch nie öffentlich gezeigten Materialien aus dem Archiv Hans Holleins – wie Arbeitsmodellen, Originalzeichnungen, Objekten und Ausstellungsrelikten, Skizzen, Notizen, Konzeptpapieren, Fotografien, Filmen u. v. m. – eine umfassende Neubetrachtung seines Gesamtwerks. Die von Wilfried Kuehn, Gastkurator, und Marlies Wirth, MAK-Kuratorin, erarbeitete Personale nähert sich Holleins OEuvre nicht retrospektiv oder chronologisch, sondern anhand von Themenbereichen. Holleins Denkrichtung folgend nimmt die Ausstellung keine Trennung in Architektur, Design und Kunst vor, sondern kontextualisiert sein komplexes Werk entlang eines Ausstellungsparcours in Sinn- und Formanalogien.

Als wesentliches Element eröffnen neue, speziell für die Ausstellung im MAK entstandene fotografische Arbeiten der zeitgenössischen KünstlerInnen Aglaia Konrad und Armin Linke ungewohnte Perspektiven von Holleins architektonischem Schaffen. Auf Einladung des MAK fotografierten sie wegweisende Hollein-Bauten der vergangenen fünf Jahrzehnte neu. Schlüsselwerke seiner Museumsbauten wie das Museum Abteiberg in Mönchengladbach (1982), das MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt/Main (1991), das Museum für Glas und Keramik in Teheran (Iran, 1978) oder Vulcania, ein Museum für Vulkanismus, in Saint-Ours-les Roches (Frankreich, 2002) sind dabei ebenso zu sehen wie das anlässlich der olympischen Spiele entstandene Orientierungs- und Kommunikationssystem Media Linien in München (1972) oder bekannte Projekte Holleins in der Wiener Innenstadt, darunter das ehemalige Kerzengeschäft Retti (heute Juwelen Y. Gadner; 1965) oder das ehemalige Juweliergeschäft Schullin am Graben (1974). In unterschiedlichen Formaten und Sequenzen ergänzen die Fotografien der beiden KünstlerInnen einander zu einer konzeptuellen Raumcollage.

Holleins visionäres architektonisches Konzept des „Kleeblattprinzips“, das er für das erste von ihm gebaute Museumsgebäude, das Museum Abteiberg, Mönchengladbach, entwickelte, wird in der Ausstellungsarchitektur modellhaft aufgegriffen. Diese spezielle Raumabfolge ermöglicht durch eine diagonale Anordnung quadratischer Räume völlig neue Blickachsen und inhaltliche Querverbindungen zwischen den einzelnen Räumen und den darin präsentierten Arbeiten. Die typische Symmetrie der MAK-Ausstellungshalle wird aufgehoben und vermittelt ein Ausstellungserleben, das Holleins Gestaltungsprinzipien spürbar werden lässt.

Die MAK-Ausstellung HOLLEIN (25. Juni–5. Oktober 2014) wurde in Zusammenarbeit mit dem Museum Abteiberg, Mönchengladbach, vorbereitet, wo mit Hans Hollein: Alles ist Architektur (13. April–28. September 2014) eine weitere Neubetrachtung von Holleins Werk stattfindet. Zur Ausstellung im MAK erscheint eine Publikation in Kooperation mit dem Museum Abteiberg, in der die aktuellen Fotoarbeiten von Aglaia Konrad und Armin Linke zu wegweisenden Hollein-Bauten der vergangenen fünf Jahrzehnte im Fokus stehen.

Gastkurator: Wilfried Kuehn, Kuehn Malvezzi Architects, Berlin
Kuratorin: Marlies Wirth, MAK
Projektleitung Archiv Hans Hollein: Erich Pedevilla
Ausstellungsarchitektur: Wilfried Kuehn (Kuehn Malvezzi Architects, Berlin, mit Samuel Korn) und Michael Wallraff (Michael Wallraff ZT GmbH, Wien, mit Rita Pirpamer und Klaus Stattmann)

Themenbereiche
Mediale Objekte, Ausstellungen, Archiv, Fotografie Aglaia Konrad/Armin Linke, Display-Architektur, Stadtmodelle, Werk und Verhalten - Leben und Tod - alltägliche Situationen, Kunstwelten, gebaute Landschaft

Publikation
HANS HOLLEIN, fotografiert von Aglaia Konrad und Armin Linke
Hg. Wilfried Kuehn, Christoph Thun-Hohenstein, Susanne Titz, Marlies Wirth, deutsch/englisch, ca. 120 Seiten; MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst, Wien; Museum Abteiberg, Mönchengladbach; Mousse Publishing, Milan, 2014. Erhältlich im MAK Design Shop.

 

KuratorInnenführungen

Do, 18.9.2014, 17:00 Uhr
mit Wilfried Kuehn, Gastkurator und Marlies Wirth, MAK-Kuratorin
 

Führungen

Juni, Juli, August: jeden Samstag, 15:00 Uhr
 

Ausstellungsgespräch

im Rahmen der VIENNA DESIGN WEEK
Sa, 4.10.2014, 11:00 Uhr
KuratorInnen Marlies Wirth und Wilfried Kuehn im Gespräch mit Lilli Hollein, Direktorin, VIENNA DESIGN WEEK


„Form folgt nicht Funktion. Form entsteht nicht von selbst. Es ist die große Entscheidung des Menschen.“
Hans Hollein, Architektur, 1963
 



Eine Kooperation der Universität für angewandte Kunst Wien und dem MAK

Hauptsponsoren:
     
Förderung:
     


Das MAK trauert um Hans Hollein >>

Öffnungszeiten

Di 10:00–22:00 Uhr
Mi–So 10:00–18:00 Uhr
Mo geschlossen
Jeden Dienstag 18:00–22:00 Uhr Eintritt frei

 

Eintritt

€ 9,90 / ermäßigt € 7,50
Eintritt frei für Kinder und Jugendliche unter 19

Jeden Dienstag 18:00–22:00 Uhr Eintritt frei

 

Familienkarte € 13
(zwei Erwachsene + mind. ein minderjähriges Kind)

Wien 1900-Kombiticket
€ 17,90 / ermäßigt € 14,50
gültig für MAK und Leopold Museum

 

Führungen

MAK TOURS –
Rundgänge durch das MAK:
Sa 11:00 Uhr deutsch, So 12:00 Uhr englisch und Themenführungen

Führungsbeitrag:
€ 2 pro Person, außer Kinder bis 6

 

Sonderführungen

nach Voranmeldung
Gabriele Fabiankowitsch, Leitung Bildungsprogramm und Führungen
T +43 1 711 36-298
(Mo–Fr 10:00–16:00 Uhr),

 

Multimedia-Guide

für Wien 1900: € 2

Oder als App kostenlos auf das
eigene Tablet (iOS und Android) herunterladen!
 

Barrierefreier Zutritt

Lift, Behinderten-WC beim Eingang Weiskirchnerstraße 3



 

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