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Forschung und Wissenschaft in der MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung

In den vergangenen Jahren wurde die wissenschaftliche Aufarbeitung der umfangreichen Sammlung an Ornamentstichen, Entwürfen der Wiener Werkstätte und Plakaten, sowie des Nachlass Joseph Binder und der Entwurfszeichnungen der Möbelfabrik Danhauser erfolgreich abgeschlossen. Diese Sammlungsteile sind bereits über das Internet zugänglich und dienen dazu, den interaktiven Dialog zwischen Sammlung und BenutzerInnen zu verstärken.
 
Mehr als 60.000 Bild- und Datensätze der Bibliothek und Kunstblättersammlung stehen unter www.sammlungen.MAK.at der wissenschaftlichen Forschung und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Außerordentlich hohe Onlinezugriffe und ständig steigende Anfragen um Leihgaben und Reproduktionsrechte zeugen von einer positiven Resonanz dieser Bemühungen.
 
2012–2014 stellt das MAK weitere wichtige Teile der Sammlung online: Handzeichnungen des 15.–18. Jahrhunderts, den Nachlass Ernst Deutsch-Dryden, Schmuckentwürfe des 19. und 20. Jahrhunderts, Fotografien der Wiener Weltausstellung 1873, den Nachlass der Möbelfabrik Herrgesell, sowie die rund 40.000 Blätter umfassende umfangreiche Sammlung an gebrauchsgrafischen Arbeiten. Durch zahlreiche auch extern finanzierte Forschungsprojekte werden die Bestände in immer neue Kontexte gestellt – die Ergebnisse dieser Projekte münden in Ausstellungen und Publikationen.
 
Im Jahr 2001 ist es gelungen, die Tradition einer Publikationsreihe wiederaufleben zu lassen: Die von der Bibliothek initiierte Reihe MAK Studies setzt sich wissenschaftlich interdisziplinär mit der MAK-Sammlung auseinander und deckt so neue Aspekte auf. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es bereits 20 verschiedene MAK Studies.
 
Noch im Jahr 2012 werden die MAK-Hauszeitschriften Mittheilungen des k.k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie (1863–1897), Kunst und Kunsthandwerk (1898–1926), sowie deren Nachfolger Alte und Moderne Kunst (1956–1985) gescannt, indexiert und im Volltext online abrufbar gemacht. Die dabei verwendete Software wurde in enger Zusammenarbeit mit dem MAK entwickelt, nach usergerechten Kriterien ausgelegt und kommt in dieser Form erstmals in Österreich zum Einsatz.
 
Die Bibliothek und Kunstblättersammlung unterstreicht auch hier die herausragende Position des MAK innerhalb des wissenschaftlich fundiert arbeitenden Museumswesens.

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