Forschung und Wissenschaft in der MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung

In den vergangenen Jahren wurde die wissenschaftliche Aufarbeitung der umfangreichen Sammlung an Ornamentstichen, Entwürfen der Wiener Werkstätte und Plakaten, sowie des Nachlass Joseph Binder und der Entwurfszeichnungen der Möbelfabrik Danhauser erfolgreich abgeschlossen. Diese Sammlungsteile sind bereits über das Internet zugänglich und dienen dazu, den interaktiven Dialog zwischen Sammlung und BenutzerInnen zu verstärken.
 
Mehr als 60.000 Bild- und Datensätze der Bibliothek und Kunstblättersammlung stehen unter www.sammlungen.MAK.at der wissenschaftlichen Forschung und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Außerordentlich hohe Onlinezugriffe und ständig steigende Anfragen um Leihgaben und Reproduktionsrechte zeugen von einer positiven Resonanz dieser Bemühungen.
 
2016 stellt das MAK weitere wichtige Teile der Sammlung online: Handzeichnungen des 15.–18. Jahrhunderts, den Nachlass Ernst Deutsch-Dryden, Schmuckentwürfe des 19. und 20. Jahrhunderts, Fotografien der Wiener Weltausstellung 1873, den Nachlass der Möbelfabrik Herrgesell, sowie die rund 40.000 Blätter umfassende umfangreiche Sammlung an gebrauchsgrafischen Arbeiten und etwa 40.000 historische Fotografien der Vorbildersammlung . Durch zahlreiche auch extern finanzierte Forschungsprojekte werden die Bestände in immer neue Kontexte gestellt – die Ergebnisse dieser Projekte münden in Ausstellungen und Publikationen.
 
Im Jahr 2001 ist es gelungen, die Tradition einer Publikationsreihe wiederaufleben zu lassen: Die von der Bibliothek initiierte Reihe MAK Studies setzt sich wissenschaftlich interdisziplinär mit der MAK-Sammlung auseinander und deckt so neue Aspekte auf. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es bereits 22 verschiedene MAK Studies.
 
2012 wurden die MAK-Hauszeitschriften Mittheilungen des k.k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie (1863–1897), Kunst und Kunsthandwerk (1898–1926), sowie deren Nachfolger Alte und Moderne Kunst (1956–1985) gescannt, indexiert und im Volltext online abrufbar gemacht. Die dabei verwendete Software wurde in enger Zusammenarbeit mit dem MAK entwickelt, nach usergerechten Kriterien ausgelegt und kommt in dieser Form erstmals in Österreich zum Einsatz.
 
Die Bibliothek und Kunstblättersammlung unterstreicht auch hier die herausragende Position des MAK innerhalb des wissenschaftlich fundiert arbeitenden Museumswesens.

Buchkataloge

MAK-Buchkatalog 

MAK-Hauszeitschriften

MAK-Sammlung online

Österreichischer Bibliothekenverbund

Graphikportal

 

Freier Artikel

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MAK-Sammlung

Sammlung

Bibliothek und Kunstblättersammlung

Leitung: Kathrin Pokorny-Nagel
Die MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung ist die größte und älteste Museumsbibliothek Europas mit Schwerpunkt auf angewandter Kunst. Neben klassischen Bibliotheksfunktionen widmet sich die Sammlung dem Kunstaspekt des Bildhaften in allen möglichen Varianten und initiiert eine neue Auseinandersetzung mit Papier gewordener Kunstproduktion.
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MAK-Schausammlung

Kunstblättersaal

Kunstblättersaal


Der Kunstblättersaal widmet sich exklusiv der Grafik. Aufgrund der speziellen konservatorischen Anforderungen des Materials Papier werden die reichen Bestände der MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung in wechselnden Präsentationen gezeigt. Die hier behandelten Themen umfassen den erweiterten Kreis der Gebrauchsgrafik: Plakate, Handzeichnungen, japanische Holzschnitte, Künstlerpositionen, Künstlerbücher und Architekturprojekte belegen die Vielfalt des Programms, die sich aus der Vielschichtigkeit der Sammlung ergibt.

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