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BELGIEN

Am 31. Jänner und 1. Februar 1944 fand im Palais des Beaux-Arts in Brüssel ein öffentlicher Verkauf statt, bei dem ein Albert Cuyp zugeschriebenes Porträt eines jungen Mädchens angeboten wurde. In der Folge gelangte das Gemälde – ob direkt oder über Zwischenhändler*innen ist nicht bekannt – ins Eigentum des Dorotheums, das es im Juli 1944 an das Staatliche Kunstgewerbemuseum in Wien verkaufte. Der Preis war von RM 75.000 auf RM 35.000 gesenkt worden, nachdem sich die Signatur „Albert Cuyp“ als Fälschung herausgestellt hatte.
 
Nach dem Ende des Krieges forderte Belgien das Gemälde als Objekt, das Teil eines Geschäftes während der deutschen Besatzung gewesen sei, zurück. Am 15. Juli 1947 informierte der französische Militärgouverneur in Wien das MAK, die Kommission zur Kontrolle von Gütern habe in ihrer Sitzung am 8. Juli 1947 beschlossen, dass das Gemälde an Belgien zu restituieren sei. Am 1. August 1947 übergab das MAK das Porträt eines jungen Mädchens an einen belgischen Lieutenant. Eine Rückzahlung des Kaufpreises erfolgte nicht.