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Jacques ZIEGLER

1939 wurde Jacques Ziegler, der vom NS-Regime als Jude verfolgt wurde, gezwungen, im Zuge der § 14-Ablieferungen seine umfangreiche Silbersammlung im Dorotheum um einen Bruchteil ihres tatsächlichen Wertes zu verkaufen. 1961 versuchte Antoinette Ziegler, die 66 Gegenstände aus Silber aus dem Besitz von Jacques Ziegler zu finden. Das Dorotheum teilte ihr mit, dass der Großteil der Objekte versteigert worden sei, allerdings würden neun Positionen fehlen. Es wurde ihr empfohlen, sich an das MAK zu wenden, da sich die Silbergegenstände dort befinden könnten. Erst auf mehrmalige Nachfrage gab das MAK 1962 bekannt, dass tatsächlich zwei Objekte des fraglichen Dorotheumspostens erworben worden seien, und zwar ein Deckelkrug und ein großer Deckelhumpen, der 1943 im Tauschweg wieder abgegeben worden sei. Über die anderen angefragten Nummern sei nichts bekannt. 1963 kontaktierte Antoinette Ziegler das MAK erneut, sie erhielt aber keine weiteren Informationen.
 
Im Zuge der Provenienzforschung konnten zwei Objekte der Sammlung Ziegler zugeordnet werden.

Der Beirat empfahl am 3. Dezember 2002 die Rückgabe dieser Objekte, die Restitution erfolgte am 16. September 2003.