Mit dem Umbau des MAK 1986 wurden neue Strategien zur Präsentation der umfangreichen MAK-Sammlung entwickelt. Durch die Neuaufstellung der Sammlung konnte Bewahrenswertes in einem unvergleichlichen und vorbildlichen Zusammenspiel von künstlerischem Erbe und zeitgenössischen Interventionen von KünstlerInnen wie Barbara Bloom, eichinger oder knechtl, Günther Förg, Gangart, Franz Graf, Jenny Holzer, Donald Judd, Peter Noever, Manfred Wakolbinger und Heimo Zobernig in Szene gesetzt werden.
Die Schausammlungsräume folgten dabei einem chronologischen Ordnungsprinzip, wobei bei der Aufstellung keine dichte serielle Präsentation im Vordergrund stand, sondern das Ziel, herausragende Exponate der Sammlung kongenial zu präsentieren. Die eingeladenen KünstlerInnen, deren Interventionen in intensiver Zusammenarbeit mit den jeweiligen SammlungsleiterInnen des MAK entstanden, fanden unterschiedlichste Ansätze und Lösungen.
Mit der Direktion von Christoph Thun-Hohenstein soll die Schausammlung kontinuierlich verändert werden, wobei an der Idee einer zeitgenössischen Transformation durch GegenwartskünstlerInnen festgehalten wird. Als erster Schritt wurden die Schausammlungsräume Wiener Werkstätte, Jugendstil Art Déco und 20./21. Jahrhundert Architektur Mitte Juli 2012 geschlossen, um am 20. November 2012 als Schausammlung zum Thema Wiener Kunstgewerbe 1890 bis 1938 wieder eröffnet zu werden.
Im Unterschied zur bisherigen Vorgangsweise werden die neuen Räume als dynamische Schausammlung konzipiert, wobei für die jeweilige Neugestaltung eine regelmäßige Rotation von Objekten in Teilbereichen vorgesehen ist.