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Die Frankfurter Küche Margarete Schütte-Lihotzky Die Frankfurter Küche des MAK entstand in enger Zusammenarbeit zwischen Margarete Schütte-Lihotzky und dem Architekten Gerhard Lindner in den Jahren 1989/90. Aus der Erinnerung Schütte-Lihotzkys, aus ihrem Wissen um das Essentielle und ihren programmatischen Überzeugungen wiedererstanden, steht dieser Nachbau zwischen Kopie und Original. Nicht die ursprüngliche Konstruktionsweise, Materialauswahl (z. B. heute Sperrholz statt massivem Weichholz für die Ladenkonstruktion) oder Farbgebung waren wichtig, sondern es galt, die Idee der Küche von 1926 mit ihren technisch raffinierten Lösungen, ihren ausgewogenen Proportionen und der in Erinnerung gerufenen Farbabstimmung neu zu bauen. |
Aus: Margarete Schütte-Lihotzky, Erinnerungen
(unveröffentlichtes Manuskript, Wien 1980-90) Wie kam es zur Frankfurter Küche? Die Stadt Frankfurt hatte in der zweiten Hälfte der Zwanzigerjahre ein umfassendes Wohnbauprogramm. Meine Aufgabe war es, mich vorerst grundsätzlich mit der Planung und Bauausführung der Wohnungen im Hinblick auf die Rationalisierung der Hauswirtschaft auseinanderzusetzen. Wo wohnt, wo kocht, wo ißt, wo schläft man? Das sind im wesentlichen die vier Funktionen, denen jede Wohnung zu dienen hat. Das Herzstück, das den Grundriß von vornherein bestimmend beeinflußt, ist dabei Essen und Kochen. Mein erster Vorschlag, Wohnräume und Eßküchen zu bauen, wurde wegen Geldmangels abgelehnt ( ). So entschieden wir uns für kleine, komplett eingerichtete Arbeitsküchen, die, durch eine [...] [Übersicht] |
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