Jacques ZIEGLER

1939 wurde Jacques Ziegler, der vom NS-Regime als Jude verfolgt wurde, gezwungen, im Zuge der § 14-Ablieferungen seine umfangreiche Silbersammlung im Dorotheum um einen Bruchteil ihres tatsächlichen Wertes zu verkaufen. 1961 versuchte Antoinette Ziegler, die 66 Gegenstände aus Silber aus dem Besitz von Jacques Ziegler zu finden. Das Dorotheum teilte ihr mit, dass der Großteil der Objekte versteigert worden sei, allerdings würden neun Positionen fehlen. Es wurde ihr empfohlen, sich an das MAK zu wenden, da sich die Silbergegenstände dort befinden könnten. Erst auf mehrmalige Nachfrage gab das MAK 1962 bekannt, dass tatsächlich zwei Objekte des fraglichen Dorotheumspostens erworben worden seien, und zwar ein Deckelkrug und ein großer Deckelhumpen, der 1943 im Tauschweg wieder abgegeben worden sei. Über die anderen angefragten Nummern sei nichts bekannt. 1963 kontaktierte Antoinette Ziegler das MAK erneut, sie erhielt aber keine weiteren Informationen.
Im Zuge der Provenienzforschung konnten zwei Objekte der Sammlung Ziegler zugeordnet werden. Der Beirat empfahl am 3. Dezember 2002 die Rückgabe dieser Objekte, die Restitution erfolgte am 16. September 2003.

MAK-Sammlung

Sammlung Möbel und Holzarbeiten

Sammlung Möbel und Holzarbeiten

Kustode: Sebastian Hackenschmidt

Das MAK besitzt eine umfangreiche Sammlung von Möbeln und Holzarbeiten, anhand derer sich die künstlerischen und stilistischen Tendenzen der Möbelgeschichte – mit Fokus auf Österreich und Wien – ebenso wie kulturhistorische und politische Entwicklungen der letzten 150 Jahre nachvollziehen lassen. Die Sammlung umfasst mehr als 4.600 Objekte, von kleinen Schnitzereien und zierlichen Kistchen bis hin zu massiven Schränken und ganzen Inneneinrichtungen.

Publikationen

Publikation

Stefan Sagmeister

Handarbeit

Erschienen anlässlich der gleichnamigen Ausstellung (25.9.2002–2.3.2003), MAK Wien.
deutsch/englisch
88 Seiten, 14 farbige Abbildungen
14,8 x 10,5 cm, Softcover
MAK Wien / Verlag Schlebrügge.Editor, Wien, 2002
vergriffen