JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit

Mi, 15.12.2021–So, 19.06.2022

MAK – Museum für angewandte Kunst

DIE AUSSTELLUNG

Mit der bisher umfassendsten Retrospektive zu seinem Gesamtwerk würdigt das MAK das eindrucksvolle Schaffen des Architekten, Designers, Lehrers und Ausstellungsmachers Josef Hoffmann (1870–1956), der zu den zentralen Figuren der Wiener Moderne und internationalen Lebensreformbewegung um 1900 zählt. Schönheit durch Gestaltung in das Leben seiner Kund*innen zu bringen war für ihn gleichbedeutend mit ästhetischem und sozialem Fortschritt.
 
Im Zuge der Ausstellung ist es gelungen, bislang bekannte Werke Hoffmanns um wichtige Positionen aus seinem nahezu 60-jährigen Schaffen zu ergänzen und damit Forschungslücken zu schließen. In 20 Kapiteln mit mehr als 1.000 Exponaten nähert sich die Schau Hoffmanns gewaltigem Werk, das sämtliche Aspekte des täglichen Lebens wie Architektur, Innenraumgestaltung, Mode sowie Gebrauchsgegenstände umfasst. Der ursprünglich aus Brtnice, Tschechien, stammende Hoffmann erlebte fünf verschiedene politische Perioden, von der Habsburgermonarchie bis zur Zweiten Republik. Er war Mitbegründer der Vereinigung Bildender Künstler Österreichs – Secession, der Wiener Werkstätte, des Deutschen und Österreichischen Werkbunds und verstand es, seinen Kund*innen wie auch Generationen von Schüler*innen an der Wiener Kunstgewerbeschule seinen speziellen Geschmack und eine ästhetische Identität zu vermitteln. In seinem Pionierdenken vereinte er einen künstlerisch ambitionierten architektonischen Ansatz mit einer handwerklich geprägten Produktkultur.

Gastkuratoren: Matthias Boeckl, Christian Witt-Dörring
Kurator: Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik 

Kooperationspartner



 

digi.STORY Josef Hoffmann

Sein langes Leben dauerte über acht Jahrzehnte, wovon er mindestens sechs künstlerisch tätig war. Er lebte und arbeitete in fünf politischen Systemen und beeinflusste eine Hundertschaft von Gestalter*innen bis in unsere Gegenwart. Dabei blieb er seinem hohen gestalterischen Anspruch stets treu. Doch wer war dieser gut gekleidete Mann mit Schnauzbart und Nasenzwicker?

Die neue digi.STORY gibt Einblicke in das facettenreiche Leben des Architekten und „Allgestalters“. 

Die MAK.digiSTORY ist ein Teil des Projektes ATCZ264 – JH Neu digital / JH Nově digitální und wurde aus den EFRE-Mitteln der Europäischen Union (INTERREG V-A Österreich – Tschechische Republik) mitfinanziert.

JOSEF HOFFMANN HÖREND ERLEBEN!

Unter guide.MAK.at finden Sie kostenlos und ohne Download Audios zu Highlights der Ausstellung.


PUBLIKATION

Zur Ausstellung erscheint die Publikation JOSEF HOFFMANN 1870–1956: Fortschritt durch Schönheit. Das Handbuch zum Werk, herausgegeben von Christoph Thun-Hohenstein, Matthias Boeckl, Rainald Franz und Christian Witt-Dörring, mit Beiträgen von Matthias Boeckl, Elisabeth Boeckl-Klamper, Rainald Franz, Anette Freytag, Sebastian Hackenschmidt, Otto Kapfinger, Markus Kristan, Christopher Long, Klára Němečková, Andreas Nierhaus, Jan Norrman, Eva-Maria Orosz, Adrián Prieto Fernandez, Ursula Prokop, Lara Steinhäußer, Valerio Terraroli, Wolfgang Thillmann, Christoph Thun-Hohenstein und Christian Witt-Dörring. Deutsch, 448 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen. MAK, Wien/Birkhäuser Verlag, Basel 2021. Erhältlich im MAK Design Shop und unter MAKdesignshop.at um € 69,95.

 

Programm (40 Veranstaltungen)

Fr, 21.01.2022 16:00 Uhr17:00 Uhr

LEHRER*INNENFÜHRUNG JOSEF HOFFMANN

LEHRER*INNENFÜHRUNG JOSEF HOFFMANN
Mit der bisher umfassendsten Retrospektive zu seinem Gesamtwerk würdigt das MAK das eindrucksvolle Schaffen des Architekten, Designers, Lehrers, Ausstellungsmachers und Mitbegründers der Wiener Werkstätte Josef Hoffmann (1870–1956). Als eine der zentralen Figuren der Wiener Moderne kultivierte Hoffmann ein exemplarisches Modell moderner Lebensweisen und legte den Fokus auf Ästhetik und Schönheit als zentrale Parameter moderner Gestaltung. 
 
In 20 Kapiteln nähert sich die Ausstellung mit mehr als 1 000 Exponaten seinem gewaltigen Lebenswerk. Er galt als Geschmacks- und Identitätsstifter als langjähriger Lehrer, einflussreicher Kunstgewerbedesigner sowie Mitbegründer der Wiener Secession. Die Ausstellung spannt einen Bogen von seiner Jugend bis zu seinem Tod 1956. 
 
Eine multimediale Zeitleiste führt die Besucher*innen durch Hoffmanns Leben und verweist auf vergessene Projekte und Texte.
 
Wir laden Sie ein zu einer kostenlosen Lehrerinnenführung und bitten Sie um Anmeldung bzw. Abmeldung bei Verhinderung, da die Plätze begrenzt sind. 

Dauer: ca. 60 Minuten

SCHUTZMASSNAHMEN

 

MUSEUMSBESUCH + TEILNAHME AN FÜHRUNGEN

2G (geimpft, genesen) 
Während des gesamten Museumsbesuchs ist verpflichtend eine FFP2-Maske zu tragen. 
 

KOPFHÖRER

Für die Führung kommt ein Audiosystem zum Einsatz. Bitte nehmen Sie nach Möglichkeit Ihre eigenen Kopfhörer (3,5mm-Standard Anschluss) mit.
 

TREFFPUNKT 

MAK-Säulenhalle

1459977553881
Sa, 22.01.2022 14:00 Uhr16:00 Uhr

MAK4FAMILY Kein Hamplpampl, Hompelpompel - ein Josef Hoffmann Hampelmann

MAK4FAMILY Kein Hamplpampl, Hompelpompel - ein Josef Hoffmann Hampelmann
Er war der Meister des karierten Papiers und konnte darauf fast alles entwerfen. Der große Architekt Josef Hoffmann kann einen wirklich zum Staunen bringen.
 
Jetzt ist er selbst zum Quadratlmuster geworden. Wir malen ihn an, schneiden ihn aus und kleben ihn zusammen. Bau deinen eigenen Hoffmann Hampelmann.
 

DAS FORMAT MAK4FAMILY

Jeden 2. und 4. Samstag im Monat (außer Juli, August, Dezember) von 14:00–16:00 Uhr findet im MAK ein Workshop und Führung für die ganze Familie (ab 4 Jahren) statt.  
 

ANMELDUNG

Begrenzte Teilnehmer*innen-Zahl: eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.
 

SCHUTZMASSNAHMEN

Bitte tragen Sie während einer Führung eine FFP2-Maske. Auch während der Führung gelten die allgemeinen Schutzmaßnahmen für den Museumsbesuch.
 

KOPFHÖRER

Wir bitten, wenn möglich, persönliche Kopfhörer (Standard 3,5 mm Anschluss) zu den Führungen mitzubringen. 
 

MATERIALBEITRAG

€ 4,50 pro Kind (bei freiem Eintritt), ermäßigter Eintritt für Begleitpersonen
 

TREFFPUNKT 

MAK-Säulenhalle

1459977554986
Sa, 22.01.2022 16:00 Uhr17:00 Uhr

Ausstellungsführung JOSEF HOFFMANN

Fortschritt durch Schönheit
ausgebucht
So, 23.01.2022 14:00 Uhr15:00 Uhr

Ausstellungsführung JOSEF HOFFMANN

Fortschritt durch Schönheit
ausgebucht
Di, 25.01.2022 16:00 Uhr17:00 Uhr
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Medien

Ansichten des Speisesaals mit Klimt-Fries, Palais Stoclet, Brüssel, 1914
© MAK
Josef Hoffmann, Tisch für die Wohnung Dr. Hermann Wittgenstein, 1905
© MAK/Georg Mayer
 
Josef Hoffmann, Sanatorium Westend, Purkersdorf, Fassade, 1905
© Wolfgang Woessner/MAK
 
Josef Hoffmann, Speisesaal des Sanatoriums Westend, Purkersdorf, 1905
© MAK
 
Josef Hoffmann, Teeservice für die Wiener Werkstätte, Metall, 1903
© MAK/Katrin Wißkirchen
 
Josef Hoffmann, Eingangspavillon der Wiener Kunstschau, 1908
© MAK
 
Josef Hoffmann, Gürtelschließe für die Wiener Werkstätte, Ausführung: Karl Ponocny, Silber, Opal, Malachit, Koralle, 1905
© MAK/Georg Mayer
 
Josef Hoffmann, Anhänger für die Wiener Werkstätte, 1907
© MAK/Katrin Wißkirchen
 
Josef Hoffmann, Silberbesteck für Fritz und Lili Waerndorfer, flaches Modell, Silber, Wiener Werkstätte, 1904–1908, 
© Aslan Kudrnofsky/MAK
 
Josef Hoffmann, Entwurf für ein Silberbesteck für Fritz und Lili Waerndorfer, flaches Modell, Wiener Werkstätte, 1904, 
© MAK
 
Josef Hoffmann, Barraum im Cabaret Fledermaus, Wien, 1907
© MAK

Josef Hoffmann, Fauteuil aus dem Cabaret Fledermaus, Sessel, Modell Nr. 728, J. & J. Kohn, Bugholz, 1907
© MAK/Georg Mayer
 
Josef Hoffmann, Aufsatz mit zwei Henkeln für die Wiener Werkstätte, Messing, 1924
© MAK/Georg Mayer
 
Josef Hoffmann, Porzellanservice „Melone“ für die Porzellanmanufaktur Augarten, 1931
© MAK/Katrin Wißkirchen
 
Josef Hoffmann, Sessel aus dem Speisesaal des Sanatoriums Westend, Purkersdorf, J. & J. Kohn, Holz, Leder, 1904
© MAK/Georg Mayer
 
Josef Hoffmann, Tisch für das Wohnzimmer der Wohnung Dr. Hans Salzer, um 1902
© Wolfgang Woessner/MAK

Josef Hoffmann, Zwei Hocker aus der Ateliereinrichtung Koloman Mosers, 1898
© MAK/Georg Mayer
 
Josef Hoffmann, Atelierschrank aus der Ateliereinrichtung Koloman Mosers, 1898
© MAK/Georg Mayer

Josef Hoffmann, Polstersessel aus dem Boudoir d’une grande vedette [Boudoir für einen großen Star], Weltausstellung Paris, 1937
© MAK/Georg Mayer
 
Josef Hoffmann, Ruhebett aus dem Boudoir d’une grande vedette [Boudoir für einen großen Star], Weltausstellung Paris, 1937
© Nathan Murrell/MAK
 
Josef Hoffmann, Rekonstruktion des Boudoir d’une grande vedette [Boudoir für einen großen Star], Weltausstellung Paris, 1937
© MAK

Josef Hoffmann, Henkelkorb für die Wiener Werkstätte, Gitterware, Silber, 1906
© MAK/Georg Mayer
 
Josef Hoffmann, Fassade des Palais Stoclet, Brüssel, 1914
© MAK
 
Josef Hoffmann, Vase aus einem Toiletteservice für die Wiener Werkstätte, Glas, Bronzit, J. & L. Lobmeyr, 1913
© Peter Kainz/MAK
 
Josef Hoffmann, Tapetenmuster für die Wiener Werkstätte, 1925
© MAK

Porträt Josef Hoffmann, Wien, nach 1945
Fotografie: Yoichi R. Okamoto 
© MAK
 
Josef Hoffmann, WW-Postkarte Nr. 75, Barraum „CABARET FLEDERMAUS, WIEN, KÄRNTNERSTRASSE 33“, Wien, 1907 
© MAK
 
MAK-Ausstellungsansicht, 2021
JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit 
MAK-Ausstellungshalle
© MAK/Georg Mayer
 
MAK-Ausstellungsansicht, 2021
JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit 
Rekonstruktion des Boudoir d’une grande vedette [Boudoir für einen großen Star] 
Weltausstellung, Paris, 1937 
Ausführung: Manfred Trummer, Johannes Ranacher, Glaserei Scharl, Johannes Falkeis, Marina Paric, Irina Huller, Tischlerei des MAK, Wien, 2014 
MAK-Ausstellungshalle
© MAK/Georg Mayer
 
MAK-Ausstellungsansicht, 2021
JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit 
MAK-Ausstellungshalle
© MAK/Georg Mayer
 
MAK-Ausstellungsansicht, 2021
JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit 
MAK-Ausstellungshalle
© MAK/Georg Mayer
 
MAK-Ausstellungsansicht, 2021
JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit 
MAK-Ausstellungshalle
© MAK/Georg Mayer