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Forschungsprojekt

Bilaterale Designnetzwerke
Designinnovationen von der Moderne um 1900 zur digitalen Moderne

Projektleitung: Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik
Projektassistenz: Klára Prešnajderová
Projektlaufzeit: 2017 – 2019
Projektpartner: MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Mährische Galerie Brno, Stadt Brtnice

Zum Konsortium des Projekts Bilaterale Designnetzwerke. Designinnovationen von der Moderne um 1900 zur Digitalen Moderne gehören das MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst und die Mährische Galerie in Brno, die sich mit der zentraleuropäischen Moderne (1890 bis 1938) beschäftigen und mit dem Josef Hoffmann Museum in Brtnice ein bedeutendes kulturgeschichtliches Erbe dieser Zeit als gemeinsame Expositur führen, sowie die Stadt Brtnice. Das Josef Hoffmann Museum war das Elternhaus von Josef Hoffmann und diente ihm „als Exerzierfeld“ seiner Gestaltungsideen. Dessen Design- und Architekturentwürfe hatten maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung dieser Zeit.

Gegenstand des Projekts sind Vermittlung der zentraleuropäische Moderne an ein möglichst breites Publikum, Vermittlung von Kulturerbe im Kontext von Gegenwart und Zukunft, Motivation des kreativen und des kunsthandwerklichen Sektors im Programmgebiet und Verbesserungen im Josef Hoffmann Museum mit einer optimierten Zugänglichkeit für WissenschaftlerInnen und BesucherInnen.

Ein breites Wissen über dieses gemeinsame Kulturerbe fördert die Kohäsion im Programmgebiet, das nicht nur durch eine Sprach- und Landesgrenze, sondern vor allem durch die unheilvollen politischen und militärischen Ereignisse bis 1948 und dann durch den Eisernen Vorhang bis 1989 getrennt war. Tatsächlich aber konnte sich die zentraleuropäische Moderne nur dadurch so erfolgreich und international nachhaltig entwickeln, weil es einen länderübergreifenden Austausch zwischen KünstlerInnen und ArchitektInnen aus Österreich und Tschechien gegeben hatte.

Durch das Projekt soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wieder neu stimuliert werden. Dazu werden Design Camps und Innovationsworkshops in Südmähren und Wien veranstaltet. In „Handwerk-Labs“ soll ein enger Bezug zwischen kreativer Zusammenarbeit und den Wachstumspotenzialen der Region hergestellt werden. Unabhängig davon geben attraktive Ausstellungen und Begleitprogramme im Projekt Anlass, die Museen und die Sammlungen zu besuchen. Dabei gilt es, das regionale wie nationale und internationale Publikum anzusprechen und zum Besuch zu motivieren. Die Intention des Projekts ist, das Kulturerbe und die Gegenwart grenzübergreifend in Beziehung zu setzen und die historische Moderne des vergangenen Jahrhunderts mit dem Umbruch in die Zeit der Digitalen Moderne, die gegenwärtig und künftig alle Lebensbereiche des Menschen nachhaltig verändert, zu verknüpfen.

Nichtsdestotrotz bleibt das Kulturerbe der Moderne im Fokus des Projekts: kleinere Ausstellungen in Brno und Brtnice, eine Überarbeitung der Dauerausstellung im Brünner Statthalterpalast und einem Ausstellungszyklus im MAK (Ausstellungen zu Otto Wagner und  Koloman Moser).

Das Projekt hat ein Gesamtbudget von knapp 1,2 Mio. Euro, und wird zu 85 % aus Mitteln der Europäischen Union (Interreg V-A Österreich-Tschechische Republik) sowie durch staatliche Finanzmittel der Tschechischen Republik finanziert.

Projektleitung MAK: Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik
Projektassistenz: Klára Prešnajderová











Veranstaltung

AusstellungJosef Hoffmann Museum, Brtnice, CZ

JOSEF HOFFMANN – OTTO WAGNER

Vom Nutzen und Wirken der Architektur
Mi, 24.05.2017–So, 06.05.2018

Josef Hoffmann Museum, Brtnice, Tschechische Republik

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Veranstaltung

Josef Hoffmann, Entwurfsskizze für ein Plakat für das Cabaret Fledermaus, Wien, 1910
AusstellungJosef Hoffmann Museum, Brtnice, CZ

JOSEF HOFFMANN – KOLOMAN MOSER

Mi, 30.05.2018–So, 28.10.2018

Josef Hoffmann Museum, Brtnice, Tschechische Republik

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Veranstaltung

Ausstellung

POST OTTO WAGNER

Von der Postsparkasse zur Postmoderne
Mi, 30.05.2018–So, 30.09.2018

MAK-Ausstellungshalle

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