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Barbara Pflaum (1912–2002) war eine der wenigen Frauen, denen es in den 1950er Jahren gelang, den Beruf der Fotojournalistin in illustrierten Magazinen auszuüben.
15.4.2026—16.8.2026
MAK Kunstblättersaal
In den beiden Nachkriegsjahrzehnten war dies ein von Männern dominierter Beruf, während in Europa und den Vereinigten Staaten eine Rückkehr der Frauen in den häuslichen Bereich stattfand. Auf Pflaum traf dies jedoch nicht zu. Mit der Fotografie kam sie während ihres Studiums an der Universität für angewandte Kunst Wien in Berührung, das sie als 40-jährige geschiedene Frau mit drei Kindern aufnahm.
Ihre Fotografien erregten die Aufmerksamkeit mehrerer Personen. 1954 veröffentlichte sie in der Wiener Illustrierten ihre ersten Reportagen – über Venedig und über eine experimentelle Schule in Schweden. Kurz darauf erhielt sie eine feste Anstellung als Fotografin bei der Wochenpresse, wo sie über 20 Jahre lang tätig war. Mit ihrer klassischen Rolleiflex-Mittelformatkamera war sie auf den meisten Theater- und Opernpremieren, Vernissagen, vor allem aber bei politischen Ereignissen anzutreffen.
Ihre Fotografien erregten die Aufmerksamkeit mehrerer Personen. 1954 veröffentlichte sie in der Wiener Illustrierten ihre ersten Reportagen – über Venedig und über eine experimentelle Schule in Schweden. Kurz darauf erhielt sie eine feste Anstellung als Fotografin bei der Wochenpresse, wo sie über 20 Jahre lang tätig war. Mit ihrer klassischen Rolleiflex-Mittelformatkamera war sie auf den meisten Theater- und Opernpremieren, Vernissagen, vor allem aber bei politischen Ereignissen anzutreffen.
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© MAK/Christian Mendez
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Ihre Porträts von Staatsoberhäuptern, Parteiführer*innen, aber auch berühmten Künstler*innen schmückten vielfach die Titel-seite der Wochenzeitschrift. Auf diese Aufnahmen war die Fotografin stolz und zeigte sie zu Lebzeiten in Ausstellungen. Die Präsentation im MAK wird eine andere, weniger bekannte Seite ihres Schaffens offenlegen – jene, die heute besonders begeistert.
Zwischen Vernissagen, Konferenzen und Premieren durchstreifte Barbara Pflaum unermüdlich die Straßen Wiens und beobachtete seine Bewohner*innen. Situative Fotografien oder meisterhafte Porträts zeigen nicht nur ihren außergewöhnlichen Beobachtungssinn, ihren Humor und ihr phänomenales Gespür für Form, sondern auch eine große soziale Sensibilität. Die Ausstellung wird sich auf genau diese Fotografien konzentrieren – en passant, für sich selbst aufgenommen.
Ein Teil davon fand Eingang in einen 1961 erschienenen Wien-Bildband von Pflaum, viele wurden jedoch nie veröffentlicht.
Sie zeigen den Alltag der Stadtbewohner*innen ebenso wie Straßenproteste, zum Abriss bestimmte Stadtviertel oder Szenen auf weihnachtlichen Jahrmärkten.
Gastkuratorin: Karolina Ziębińska
Zwischen Vernissagen, Konferenzen und Premieren durchstreifte Barbara Pflaum unermüdlich die Straßen Wiens und beobachtete seine Bewohner*innen. Situative Fotografien oder meisterhafte Porträts zeigen nicht nur ihren außergewöhnlichen Beobachtungssinn, ihren Humor und ihr phänomenales Gespür für Form, sondern auch eine große soziale Sensibilität. Die Ausstellung wird sich auf genau diese Fotografien konzentrieren – en passant, für sich selbst aufgenommen.
Ein Teil davon fand Eingang in einen 1961 erschienenen Wien-Bildband von Pflaum, viele wurden jedoch nie veröffentlicht.
Sie zeigen den Alltag der Stadtbewohner*innen ebenso wie Straßenproteste, zum Abriss bestimmte Stadtviertel oder Szenen auf weihnachtlichen Jahrmärkten.
Gastkuratorin: Karolina Ziębińska
Medien
Barbara Pflaum, Passant*innen stehen vor dem Schaufenster eines Elektrogeschäfts mit Fernseher, Wien, um 1960 Silbergelatineabzug © APA-Images / brandstaetter images / Barbara Pflaum
Barbara Pflaum, Spielendes Kind vor dem Theseustempel im Volksgarten, Wien, um 1960 Silbergelatineabzug © APA-Images / brandstaetter images / Barbara Pflaum
Barbara Pflaum, „Keineswegs ein Ort des Lasters, sondern die Zuflucht der Schlaflosen und Nachtarbeiter: das kleine Nachtcafé Schwarzenberg“, 1961 Silbergelatineabzug © APA-Images / brandstaetter images / Barbara Pflaum
Barbara Pflaum, Schule für schwer erziehbare Kinder, Schweden, 1954 Silbergelatineabzug © APA-Images / brandstaetter images / Barbara Pflaum
Barbara Pflaum, Maronibraterin auf einem Wiener Markt, 1970 Silbergelatineabzug © APA-Images / brandstaetter images / Barbara Pflaum
Barbara Pflaum, Anti-Vietnamkrieg-Demonstration im Rahmen der 1.-Mai-Kundgebung auf der Wiener Ringstraße, 1970 Silbergelatineabzug © APA-Images / brandstaetter images / Barbara Pflaum
Barbara Pflaum, Ausländer, Wien, 1959 Silbergelatineabzug © APA-Images / brandstaetter images / Barbara Pflaum
Barbara Pflaum, „Möbeltransport“, Wien, um 1960 Silbergelatineabzug © APA-Images / brandstaetter images / Barbara Pflaum
Barbara Pflaum, Schule für schwer erziehbare Kinder, Schweden, 1954 Silbergelatineabzug © APA-Images / brandstaetter images / Barbara Pflaum
Barbara Pflaum, Auf einem Wiener Markt, 1970 Silbergelatineabzug © APA-Images / brandstaetter images / Barbara Pflaum