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18.2.1998—13.4.1998
Creative Climate Care Galerie
Mit ihrer Ausstellung "Wiener Blut" in der MAK-Galerie zeigt Béatrice Stähli neue Arbeiten, in denen u.a. Dressur und Disziplinierung sowohl menschlicher als auch tierischer Bewegungsvorgänge eine zentrale Rolle spielen. Béatrice Stähli thematisiert die Gratwanderung zwischen seelischer und körperlicher Schmerzgrenze, freiwilliger und unfreiwilliger Körperqual, geknechtetem Körper und faszinierendem Körperkunstwerk.
Seit Beginn der 90er Jahre verwendet Béatrice Stähli für ihre künstlerischen Arbeiten Tierpräparate. Seit Jahrhunderten dienen Tierpräparate der traditionellen Raumausstattung, sei es als Wandobjekt oder Vorleger vor Betten oder Kaminen. In den Interieurs von Schlössern und Villen zählen diese Objekte als Wandschmuck oder exotische Trophäensammlung zur Grundausstattung und verkörpern gesellschaftliches Prestige. Für die in Wien und Zürich lebende Schweizerin hingegen wird das materielle Statussymbol zum Diagnoseinstrument von menschlichem Verhalten, zum Ausdruck sozialer Symptome, einer zutiefst pathologischen Gesellschaft, die den Konflikt zwischen Natur und Kultur im Menschen selbst nicht zu lösen vermag.
Seit Beginn der 90er Jahre verwendet Béatrice Stähli für ihre künstlerischen Arbeiten Tierpräparate. Seit Jahrhunderten dienen Tierpräparate der traditionellen Raumausstattung, sei es als Wandobjekt oder Vorleger vor Betten oder Kaminen. In den Interieurs von Schlössern und Villen zählen diese Objekte als Wandschmuck oder exotische Trophäensammlung zur Grundausstattung und verkörpern gesellschaftliches Prestige. Für die in Wien und Zürich lebende Schweizerin hingegen wird das materielle Statussymbol zum Diagnoseinstrument von menschlichem Verhalten, zum Ausdruck sozialer Symptome, einer zutiefst pathologischen Gesellschaft, die den Konflikt zwischen Natur und Kultur im Menschen selbst nicht zu lösen vermag.
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