Mit der Ausstellung "Davaj! Russian Art Now" stellt das MAK in Kooperation mit den Berliner Festspielen die junge radikale Kunstszene Russlands vor, die nicht mehr nach Westen blickt, sondern eine eigene, unabhängige Kunstsprache gefunden hat. Trotz der nicht abreißenden politischen und sozialen Krise haben sich in Moskau und anderen Städten, zwischen Plattenbauten, Slums und festungsartigen Türmchenhäusern der neuen Russen in Clubs, Internetcafés und Galerien "Laboratorien freier Künste" gebildet. Unbelastet von der alten Ideologie und metaphysischen Obsessionen entwickeln Künstler neue Strategien, mit einem ausgeprägten Hang zu Selbstinszenierung, Performance und Neuen Medien.
Zum ersten Mal wird der Blickpunkt nicht nur auf die Metropolen Moskau und St. Petersburg gerichtet, sondern schließt auch Künstler aus anderen Teilen der Russischen Föderation ein, von Kaliningrad bis Wladiwostok. "Davaj! Russian Art Now", gemeinsam mit einem russischen Kuratorenteam zusammengestellt, unternimmt den Versuch, Ansätze und Tendenzen der neuen russischen Kunst einzufangen.
Die Ausstellung "Davaj! Russian Art Now." ist eine Kooperation des MAK, Wien und der Berliner Festwochen und wurde vom 10. Jänner bis 27. Februar 2002 im Postfuhramt Berlin präsentiert.
Künstlerische und kuratorische Leitung Peter Noever
Projektleitung/Konzeption Christiane Bauermeister
Kuratorin Bettina M. Busse
Kuratoren Russische Föderation Nailja Allachwerdijewa, Konstantin Bochorow, Ljudmila Iwaschina, Wjatscheslaw Kurizyn, Anna Matwejewa, Ljubow Saprykina, Jelena Zwetajewa
Eine Ausstellung der Berliner Festspiele und des MAK, Wien.
Katalog "Davaj! Russian Art Now. Aus dem Laboratorium der freien Künste in Russland", hrsg. von Peter Noever, MAK und Joachim Sartorius, Berliner Festspiele, deutsch/englisch/russische Ausgabe, 168 Seiten, Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 2001.