Ein gemeinsames Projekt von MAK, Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und Gropius Bau / Berliner Festspiele. Christoph Schlingensief (1960–2010) war ein Künstler, der die Grenzen zwischen Kunst, Theater, Film und Politik sprengte – ein radikaler Humanist, der die Zumutungen der Gegenwart in seiner komplexen künstlerischen Praxis verhandelte.
13.5.2026—13.9.2026
Obere Ausstellungshalle
Seine Produktionen forderten das Publikum zu einer aktiven Haltung heraus – zwischen Irritation und Erkenntnis, Überforderung und Reflexion. Mit der Ausstellung Es ist nicht mehr mein Problem!, ein Zitat Schlingensiefs aus dem Jahr 2005, zeigt das MAK gemeinsam mit den Wiener Festwochen erstmals eine umfassende Einzelausstellung des Künstlers in Österreich – jenem Land, das er im Jahr 2000 durch seine Aktion Bitte liebt Österreich – Erste österreichische Koalitionswoche im Rahmen der Wiener Festwochen mitten ins Zentrum seiner gesellschaftlichen Widersprüche führte.

Die Ausstellung entfaltet sich entlang zweier Zeitlinien, die von Church of Fear (2003–2005) ausgehen – jener ikonischen Installation, in der Schlingensief die globale Stimmung nach 9/11 in eine parodistische Glaubensgemeinschaft überführte. Sie erhob den „Glauben an die Angst“ zum Dogma und wurde erstmals bei der Venedig Biennale 2003 präsentiert. 
Samstags: 16 Uhr (Englisch)
Sonntags: 16 Uhr (Deutsch) 
An ausgewählten Terminen finden Dialogführungen mit Milo Rau, Susanne Kennedy, Jakob Lena Knebl und Aino Laberenz statt. 
Jede Eintrittskarte der Wiener Festwochen ermöglicht den ermäßigten Eintritt ins MAK zu € 10. Erhältlich unter mak.at/tickets oder an der MAK Kassa. Bitte weisen Sie Ihr Festwochen Ticket bei Besuch des MAK vor. 
Von dort entfalten sich zwei Richtungen: rückwärts zu den politischen und performativen Interventionen der späten 1990er und frühen 2000er Jahre (wie u. a. Chance 2000 oder Bitte liebt Österreich) und vorwärts zu den filmischen und opernhaften Arbeiten (wie u. a. The African Twin Towers).

Die Ausstellung versteht sich nicht als klassische Retrospektive, sondern bringt zentrale Werkkomplexe Schlingensiefs in Dialog. Sie zeigt, wie sich seine künstlerischen Strategien zwischen Theater, Film, Installation und Aktion gegenseitig durchdringen und ein vielschichtiges Bild seines Denkens formen. Im Mittelpunkt steht nicht das abgeschlossene Werk, sondern die Bewegung des Fragens, Zweifelns und Scheiterns, die Schlingensiefs Praxis prägt: „Man kann meines Erachtens voller Lust, Freude und Vorsatz scheitern. In meiner Arbeit war das immer ein Scheitern, das durch die Aufhebung von Zielgerade und Zielpunkt, von Raum und Zeit entstanden ist. Wenn man es innerlich schafft zu akzeptieren, dass es eines Scheiterns bedarf, um Kräfte nutzbar zu machen, wird viel passieren.“

Gastkurator:
Raphael Gygax in Zusammenarbeit mit Aino Laberenz (Nachlass Christoph Schlingensief)

Assistenzkurator:
Max Appel-Palma








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Die Wiener Festwochen danken: 

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Es ist nicht mehr mein Problem!
MAK – Museum für angewandte Kunst
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