(MAK 2026): Das MAK schreibt mit seinem Programm Geschichte mit und ist sich dieser Verantwortung sowie seiner Deutungshoheit bewusst. Auch mit Ausstellungen zu Otto Muehl hat das MAK zur Erzählung und Rezeption des Künstlers beigetragen. Aus heutiger Perspektive reflektieren wir sein Werk kritisch und die Kontextualisierung der von Muehl begangenen Verbrechen ist für das MAK heute unerlässlich. Das MAK setzt sich für eine multiperspektivische Darstellung ein, die auch jene Stimmen berücksichtigt, die von Machtmissbrauch und Gewalt betroffen waren und sind.
18.2.1998—5.4.1998
Untere Ausstellungshalle
(MAK 1998): Otto Mühl, Mitbegründer des Wiener Aktionismus und Gründer des sozialsexuellen utoptischen Projektes "Kommune Friedrichshof", wurde durch die österreichische Justiz zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Die Ausstellung "Otto Mühl 7" zeigt seine Reise durch diese siebenjährige kreative Staatsklausur.

"Bewusste Kunst ist letzten Endes subversiv. Sie ist positiv: Darstellung, Gestaltung des sozialen libidinösen Lustgefildes: negativ: durch Provokation, durch Darlegung der polymorphen Perversität der Gesellschaft." (Otto Mühl, 1997)