Bertha Pappenheim (1859 bis 1936) ging als Anna O. in die Geschichte der Psychoanalyse ein. Sie war der von Sigmund Freud mehrfach zitierte erste Fall einer psychoanalytischen Gesprächstherapie, die sein Mentor Josef Breuer entwickelte. Die gebürtige Wienerin engagierte sich ab 1888 in Frankfurt am Main publizistisch und aktiv in der jüdischen Frauenbewegung. 1935 widmete sie dem heutigen MAK, im Gedenken an ihre Eltern, eine umfangreiche Kollektion von Spitzen, Textilien und Eisenkunstguss, aus der mehr als 300 Objekte für diese Ausstellung ausgewählt wurden.
Unmittelbar vor der Eröffnung der Ausstellung im MAK wurde am 2. Oktober 2007 im neunten Wiener Gemeindebezirk eine Gedenktafel am Haus Liechtensteinstraße 2 - heute im Besitz der Volksbank - angebracht, wo Bertha Pappenheim in Wien wohnte.
Kuratorin Angela Völker, MAK-Kustodin Textilien und Teppiche
Katalog "SPITZEN UND SO WEITER ... Die Sammlungen Bertha Pappenheims im MAK", hg. von Peter Noever, mit Textbeiträgen von Dagmar Sachsenhofer, Elisabeth Schmuttermeier, Angela Völker und Gudrun Wolfgruber, deutsch/englisch, Broschur, 94 Seiten, ca. 100 Abbildungen, MAK/SCHLEBRÜGGE.EDITOR Wien 2007, 23